Rückkehr nach Europa – Paneuropa begrüsst die Entscheidung der ungarischen Wähler.
Das Wahlergebnis in Ungarn ist für die Paneuropabewegung ein Zeichen dafür, dass die europäischen Werte auch für die ungarischen Wählerinnen und Wähler nach wie vor attraktiver sind als Angstmache, Nationalismus, Korruption und Unterwerfung unter Moskauer Interessen. „Mit der klaren Entscheidung für einen Regimewechsel haben die Ungarinnen und Ungarn bewiesen, dass der Aufstand 1956 oder das Paneuropäische Picknick 1989 und der Abbau des Eisernen Vorhanges nach wie vor gültige Werte und Orientierungspunkte sind“, so Rainhard Kloucek, Präsident der Paneuropabewegung Österreich, in einer Stellungnahme zu dem vorläufigen Wahlergebnis in Ungarn.
Dominik Oberhofer, Nationalratsabgeordneter und Mitglied im Präsidium der Paneuropabewegung Österreich, der als Wahlbeobachter in Ungarn tätig war, zeigt sich ebenfalls erfreut über das Wahlergebnis: „Das Wahlergebnis in Ungarn bringt einen überfälligen Aufbruch – aber einen unter denkbar schwierigen Voraussetzungen. Nach 16 Jahren absoluter Herrschaft von Viktor Orban und seiner Fidez Partei steht das Land wirtschaftlich vor dem Abgrund, politisch ausgelaugt und europäisch isoliert da. Die neue Regierung übernimmt kein bestelltes Feld, sondern einen Scherbenhaufen. Umso mehr braucht es jetzt mutige Reformen und einen klaren Bruch mit dem System Orban. Ungarn hat einen Neustart verdient – diesen müssen wir auf Europäischer Ebene auch unterstützen.“
Das Wahlergebnis sollte allerdings nicht als Anlass für ein „Ende gut, alles gut“ genommen werden. Denn, so Rainhard Kloucek: „Es wird noch harter Arbeit bedürfen, die strukturellen Verbindungen nach Moskau und die Einflüsse der vom Duo Orban-Szijjarto geschaffenen Strukturen zu überwinden und so Ungarn auf einen europäischen Weg zurückzubringen.“
c Beitragsbild: Europäische Union 2021 Ferenc Isza

