Rede zur Lage der Union

Europa muss wieder wirtschaftlich stark werden und außen- und sicherheitspolitisch handlungsfähig. Paneuropa Kommentar zur Rede zur Lage der Union 2026.

Die Paneuropa-Bewegung Österreich begrüßt wesentliche europapolitische Impulse in der heutigen Rede zur Lage der Union von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Besonders die engere Anbindung Kanadas, die Initiative für einen Europäischen Sicherheitsrat und die klare Haltung gegenüber den zunehmenden Bedrohungen durch Russland seien wichtige Schritte zu einem handlungsfähigeren Europa.

„Europa muss in einer zunehmend unsicheren Welt lernen, seine Interessen selbstbewusst zu vertreten. Die engere Einbindung Kanadas und ein Europäischer Sicherheitsrat können dazu beitragen, dass die europäischen Demokratien außen- und sicherheitspolitisch enger zusammenrücken. Ebenso notwendig ist die klare Kante gegenüber Russland: Wer Europas Sicherheit, Infrastruktur und demokratische Ordnung angreift, muss mit einer entschlossenen gemeinsamen Antwort rechnen“, erklärt Rainhard Kloucek, Präsident der Paneuropa-Bewegung Österreich.

Gleichzeitig müsse Europa seine wirtschaftliche Stärke besser zur Geltung bringen. „Der Binnenmarkt ist eines unserer größten strategischen Instrumente. Wir dürfen ihn aber nicht regulatorisch überladen. Europa braucht gemeinsame Regeln – aber Regeln, die funktionieren. Die bessere Anwendung, Vereinfachung und einheitliche Umsetzung bestehenden europäischen Rechts muss Vorrang vor immer neuen Berichtspflichten und zusätzlicher Bürokratie haben“, so Kloucek.

Europäische Handlungsfähigkeit bedeute daher beides: mehr gemeinsame Stärke dort, wo Europa gemeinsam stärker ist – und weniger unnötige Komplexität dort, wo sie Wachstum und Eigeninitiative behindert.

Beitragsbild: Europäische Union 2026 Christophe Licoppe