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Paneuropa: Südosteuropa eine Perspektive geben (Presseaussendung)

Europa und Österreich müssen den sechs Westbalkanstaaten gute Partner sein, um mittelfristig Stabilität und Wohlstand für beide Seiten sicherzustellen

Anlässlich des heutigen Gespräches zwischen EU-Kommissar Johannes Hahn und Bundespräsident Alexander van der Bellen, das unter Anderem die Erweiterungspolitik zum Thema hatte, erinnert der Präsident der Paneuropa-Bewegung, Karl von Habsburg, an die wesentliche Bedeutung der Region Südosteuropa für ganz Europa.

„Ohne Frieden am Balkan gibt es keinen Frieden in Europa“, mahnt Habsburg eindringlich. Die Stabilität und Prosperität in Südosteuropa liegt somit im ureigensten Interesse der Europäischen Union, auch wenn das nicht allen immer klar sei.

Dafür brauche es aber eine klare, europäische Perspektive für diejenigen Länder Südosteuropas, die noch nicht Mitglied der Europäischen Union sind. „Österreich und die EU müssen sich hier als konstruktive und verlässliche Partner zeigen“, fordert Habsburg.

Und das durchaus aus Eigeninteresse: „Wenn wir unsere Partner zu wenig unterstützen, gibt es ein politisches und soziales Desaster. Entweder, sie erhalten gar keine Hilfe und verlieren den Anschluss, oder es hilft ihnen jemand anderer, dem sie dann auch stärker verbunden sind als uns“, weist Habsburg auf logische Gesetzmäßigkeiten politischen Handelns hin.

Österreich hat in den Ländern Südosteuropas – sowohl aufgrund der historischen Verbindungen, einer vorausschauenden Politik unter Außenministern wie Dr. Alois Mock, aber auch der Paneuropa-Union unter Führung von Otto von Habsburg – einen sehr guten Ruf.

„Gerade Österreich muss seine Position als starker Verbündeter der südosteuropäischen Staaten als Verantwortung erkennen und wahrnehmen. Das bedeutet auch, die sechs Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien auf ihrem Weg Richtung Mitgliedschaft stärker zu unterstützen.“, fordert Habsburg.

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